Arbeitsschutzvorschriften beim Pumpvorgang
und bei den entsprechenden Nacharbeiten

MERKBLATT/ARBEITSANWEISUNG 1/2018

Förderbeginn/Anpumpen

Wird angepumpt oder erneut angepumpt, dürfen sich weder Personen noch Sachgegen-stände im Bereich des Endschlauches befinden. Als Gefahrbereich um den Endschlauch gilt der Durchmesser der doppelten Endschlauchlänge (1). Es ist verboten, den Endschlauch bereits beim Anpumpen zu führen. Es besteht Unfallgefahr durch Schlagen des Endschlauches oder herausschießenden Beton (2). Der Endschlauch muss gegen Herabfallen gesichert sein. Können Gefahrbereiche vom Maschinisten nicht eingesehen werden, hat er einen Einweiser hinzuzuziehen. Solche Gefahrbereiche sind innerhalb des Schwenkbereichs des Verteilermastes oder am End-schlauch. Vor dem Öffnen von Förderleitungsverbindungen muss das Fördersystem drucklos gemacht werden (z.B. bei Beseitigung von Verstopfern).

Erstellt von Heidelberger Beton GmbH

  • abgestimmt mit der BGRCI
  • Rechtsquelle: BGI 713 und VDMA Sicherheitshandbuch Förder- und Verteilmaschinen für Beton 01/2007

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MERKBLATT/ARBEITSANWEISUNG 2/2018

Einsatz Schlauchpumpen/Saniermobile (1) /Schlauch- bzw. Rohrleitungen an Mastpumpen

Die Förderleitungen sind so zu führen, dass Knicke, scharfe Biegungen und Beschädigungen während des Betriebes vermieden werden. Während des Betonierprozesses sind Trageisen (2) für Endschläuche zu verwenden, welche zum Halten und Sichern beim Betonverteilen dienen. Die Reinigung der Schlauchleitung sollte vorzugsweise mit Wasser erfolgen. Der Maschinenführer hat bei pneumatischer Reinigung der Förderleitung, sofern dies vom Hersteller vorgesehen ist, insbesondere folgendes zu beachten:

  • Einzelne Rohre und kurze bis 10 m lange Rohrstränge dürfen mit Luft nicht ausgeblasen werden.
  • Am Leitungsende sind Rohrbögen oder Schläuche zu entfernen.
  • Am Ende der Rohrleitung ist ein Fangkorb für Pfropfen/Reinigungsball zu montieren.
  • Personen dürfen sich nicht am Leitungsende und nicht vor der Leitungsöffnung aufhalten, wenn ausgeblasen wird.
  • Am Leitungsende muss der Beton frei austreten können.
  • Das Leitungsende muss so ausgerichtet sein, dass möglicherweise herausschießender Beton Personen und Sachgegenständen keinen Schaden zufügen kann.
  • Beim Ausdrücken des Betons muss ein Pfropfen/Reinigungsball nach Herstellerangaben verwendet werden, damit die Druckluft nicht schlagartig entweichen kann. Anschließend ist die Leitung durch Betätigung des Ablasshahns drucklos zu machen.
  • Beim Drücken mit Luft ist ständig das Manometer zu beobachten. Besonders auf starken Druckabfall ist zu achten. Fällt der Druck, muss eine schnelle Entlastung über den Ablasshahn erfolgen, um ein beschleunigtes Austreten des Betons zu verhindern.

Erstellt von Heidelberger Beton GmbH

  • abgestimmt mit der BGRCI
  • Rechtsquelle: BGI 713 und VDMA Sicherheitshandbuch Förder- und Verteilmaschinen für Beton 01/2007

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